Eine Studie, die über Wochen wächst, entwickelt Widersprüche: Eine Fläche steht in einem Kapitel geschätzt und im nächsten amtlich. Eine Blickrichtung wird korrigiert, aber ein älterer Absatz argumentiert noch mit der alten. Eine Einheitenzahl wird angehoben, ohne dass die Wirtschaftlichkeitsrechnung nachzieht.
Genau das ist bei diesem Dossier passiert – und wurde in dieser Etappe systematisch aufgearbeitet. Vierzehn dokumentierte Widersprüche, jeder mit Entscheidung, welcher Stand gilt und warum.
Drei Beispiele
Die Fläche. Bis zur amtlichen Auskunft war sie eine Schätzung. Sie erscheint jetzt nur noch in einer Version, mit Belegstufe „Fakt“.
Die Blickrichtung. Ursprünglich wurde der freie Blick nach Norden und Osten angenommen. Die Liegenschaftskarte zeigt: Er liegt nach Westen und Nordwesten. Damit fallen Aussicht und Abendsonne zusammen – ein Vorteil, der vorher nicht auf dem Zettel stand. Alle Kapitel argumentieren jetzt mit der belegten Richtung.
Die Einheitenzahl. Aus 9 bis 11 Wohneinheiten wurden 12 bis 14, nachdem der ortstypische Winkelhof als Bezugsfall benannt wurde. Die älteren Zahlen sind nicht gelöscht, sondern als Historie gekennzeichnet.
Was bewusst offen geblieben ist
Nicht jeder Widerspruch ließ sich auflösen. Die Rundungskonvention des Readiness-Index ist noch nicht festgelegt: Die gewichtete Summe der Dimensionen und der geführte Gesamtwert weichen um einen Prozentpunkt ab. Für Entscheidungen ist das unerheblich, und es steht lieber sichtbar hier, als stillschweigend korrigiert zu werden.
Warum der Index trotzdem nicht gestiegen ist
Konsistenz ist kein neuer Beleg. Der Stand bleibt bei 72 Prozent, weil kein einziges Sachdatum hinzugekommen ist. Was sich verbessert hat, ist die Verlässlichkeit der Darstellung – und die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Etappe nicht wieder aufräumen muss.